Der Oktober ist ein Übergangsmonat im Garten. Viele Pflanzen bereiten sich auf den Winter vor, aber das bedeutet nicht, dass man jetzt alles zurückschneiden sollte. Bei manchen Pflanzen ist ein leichter Rückschnitt problemlos möglich, bei anderen wartet man besser noch.

Welche Pflanzen kann man im Oktober schneiden?

Im Oktober können vor allem abgestorbene, beschädigte oder kranke Äste entfernt werden. Auch einige Pflanzen und Hecken können noch leicht zurückgeschnitten werden.

Bei Rosen können beispielsweise zu lange oder beschädigte Triebe etwas gekürzt werden. Einen starken Rückschnitt verschiebt man jedoch besser auf das Frühjahr.

Auch verblühte Stauden können zurückgeschnitten werden, aber das ist nicht immer notwendig. Samenstände und trockene Stängel können im Winter für Struktur im Garten sorgen und Insekten Unterschlupf bieten.

Welche Pflanzen sollte man besser nicht schneiden?

Nicht jede Pflanze eignet sich für einen Rückschnitt im Oktober. Besonders frühjahrsblühende Sträucher sollte man jetzt besser in Ruhe lassen.

Forsythien und Flieder bilden ihre Blütenknospen für das kommende Frühjahr. Wer sie jetzt stark zurückschneidet, riskiert deshalb, einen Teil der Blüten des nächsten Jahres zu entfernen. Diese Sträucher sollten besser nach der Blüte geschnitten werden.

Auch bei Hortensien ist Vorsicht geboten. Der richtige Schnittzeitpunkt hängt von der Art ab. Einige Hortensien blühen am neuen Holz, während andere ihre Blütenknospen am alten Holz bilden. Wenn Sie nicht genau wissen, welche Sorte Sie haben, sollten Sie dies vor dem Schneiden überprüfen.

Auch bei Clematis hängt der richtige Schnittzeitpunkt von der jeweiligen Schnittgruppe ab.

Nicht alles muss ordentlich zurückgeschnitten werden

Im Herbst möchte man den Garten oft vollständig aufräumen, aber das ist nicht immer notwendig. Verblühte Stauden und Ziergräser können im Winter für eine schöne Struktur sorgen und kleinen Tieren Unterschlupf bieten.

Lassen Sie daher ruhig einen Teil der Pflanzen stehen und schneiden Sie sie erst im Frühjahr zurück.

Denken Sie an Ihr Schnittwerkzeug

Verwenden Sie immer sauberes und scharfes Werkzeug. Eine Gartenschere eignet sich für dünne Äste, während für dickere Äste eine Astschere oder Säge besser geeignet ist.

Reinigen Sie Ihre Werkzeuge nach dem Gebrauch und lagern Sie sie trocken. So bleiben sie länger in gutem Zustand und das Risiko, Pflanzenkrankheiten zu übertragen, wird reduziert.

Erst schauen, dann schneiden

Der Oktober ist also keineswegs der Monat, in dem die Gartenschere komplett weggelegt werden muss. Gleichzeitig sollte man auch nicht einfach alles zurückschneiden.

Schauen Sie sich die Pflanze vor dem Schneiden genau an und prüfen Sie, wann sie blüht und ob sie am alten oder neuen Holz blüht. Manchmal reicht ein leichter Pflegeschnitt aus und manchmal ist Warten einfach die beste Entscheidung.

Ein guter Rückschnitt bedeutet nicht, möglichst viel zu schneiden, sondern die richtige Pflanze zum richtigen Zeitpunkt und auf die richtige Weise zu schneiden.